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Aktuelle Fragen zu Transport & Lagerung
Wer verständigt nach der Blutabnahme in der Klinik den Kurier?
Nach der Abnahme des Nabelschnurblutes ruft das Klinikpersonal die 24-Stunden-Kurier-Hotline von eticur) an. Sie brauchen sich um nichts zu kümmern. Der Mitarbeiter, der den Anruf entgegennimmt, informiert sofort den zuständigen Kurierdienst. Dieser holt die Entnahmebox im Krankenhaus ab und bringt sie in die Stammzellbank des Universitätsklinikums nach Erlangen. Die Entnahmebox ist speziell isoliert und mit einem Überwachungssystem ausgestattet, das alle Temperaturdaten während des Transportes aufzeichnet.
Kommt der Kurierdienst extra aus Martinsried oder Erlangen?
Nein, eticur) arbeitet mit einem großen Netzwerk an Kurierdiensten zusammen. Diese verfügen über ein flächendeckendes Netz an Stationen in ganz Deutschland. Der Kurier kommt immer aus dem nächstgelegenen Depot, um einen schnellen Transport des Nabelschnurblutes in die Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen zu garantieren.
Warum wird das Nabelschnurblut in einem speziellen Transportbehälter befördert?
Die Richtlinien der Bundesärztekammer besagen, dass das Nabelschnurblut bei einer Temperatur von 18-26°C transportiert werden sollte. Deshalb verwendet eticur) für den Versand einen Spezialbehälter. Zum Schutz der Zellen vor schädlichen Temperaturschwankungen ist dieser mit dämmendem Material isoliert. Der Blutbeutel lagert darüber hinaus zwischen zwei Gelkissen, die Hitze und Kälte bis zu einem gewissen Grad absorbieren können und die Temperatur im Inneren der Box über Stunden konstant halten. Außerdem wird die Innentemperatur während des gesamten Transportes bis zum Eintreffen in der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen mittels eines speziellen Messfühlers aufgezeichnet und anschließend ausgewertet.
Wie lange dauert es, bis das Blut in der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen ankommt?
Nach den Richtlinien der deutschen Gesundheitsbehörden für Nabelschnurblut soll das Blut nach maximal 48 Stunden im Labor verarbeitet sein. Unsere Auflagen an die Kurierdienste geben eine Höchstdauer von 24 Stunden vor, wobei in vielen Fällen sogar erheblich geringere Zeiten für den Transport nötig sind. Selbstverständlich sind die Labore der Stammzellbank im Universitätsklinikum Erlangen auch am Wochenende und an Feiertagen rund um die Uhr mit Fachpersonal besetzt. So kann jederzeit eine schnelle, fachgerechte Bearbeitung und Aufbewahrung der Stammzellen Ihres Kindes ohne schädlichen Zeitverzug garantiert werden.
Wo und wie werden die Stammzellen gelagert?
Die Aufbewahrung des Nabelschnurblutes in der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen erfolgt mit neuester Technologie und unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Die Lagerung erfolgt in speziellen Tanks bei einer Temperatur von minus 175° Celsius. Biologische Systeme stellen ihre Stoffwechselvorgänge bereits bei minus 120° Celsius ein. Die Stammzell-Präparate befinden sich also im absolut sicheren Bereich.
Die Temperatur wird ständig von drei unterschiedlichen Warnsystemen überwacht. Außerdem sind die Tanks unabhängig von elektrischer Energie gekühlt, so dass selbst ein kompletter Stromausfall inklusive des Notstromaggregats den Einlagerungen nicht schaden kann.
Wie lange können die Stammzellen aufbewahrt werden?
Es ist bekannt, dass biologische Systeme bei Temperaturen unter minus 120° Celsius ihre Stoffwechselvorgänge komplett einstellen. Dies bedeutet, dass Prozesse wie Alterung, Zellwachstum oder Zellteilung für die Dauer dieser Abkühlung vollständig unterbrochen werden. Es wird allgemein angenommen, dass auf diese Weise Proben über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in unveränderter Form aufbewahrt werden können. Konkrete Erfahrungswerte für erfolgreiche Transplantationen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut nach Auftauen gibt es bereits seit 1989. Nach dem heutigen Wissenstand ist also davon auszugehen, dass die biologischen Funktionen mit Hilfe dieser Aufbewahrungstechnik über viele Jahrzehnte erhalten bleiben und die Zellen ein Menschenleben lang einsetzbar sind. Es gibt kein Verfallsdatum.
© 2004-2013 eticur) GmbH, Am Klopferspitz 19, 82152 Martinsried, Tel. +49 (89) 125981-0

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