So wird Ihr Kind wird zum kleinen Lebensretter

Anderen Menschen helfen mit der kombinierten Aufbewahrung

Mit unserem Zusatzpaket haben Sie auf Wunsch die Option, die primär für Ihr eigenes Kind aufbewahrten Stammzellen bei Bedarf und Eignung an Dritte abzugeben. Dazu werden die Typisierungsdaten der Nabelschnurblut-Stammzellen Ihres Kindes in das Spender-Register der öffentlichen Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen aufgenommen. Die Eigentumsrechte bleiben bis zu einer möglichen Abgabe bei Ihrem Kind. Die Listung der Typisierungsdaten kann von Ihnen oder später von Ihrem volljährigen Kind jederzeit schriftlich widerrufen werden.  
Wenn zukünftig ein Patient durch Übereinstimmung der Gewebemerkmale mit dem Stammzellpräparat Ihres Kindes behandelt werden könnte, werden Sie darüber informiert und können innerhalb einer Bedenkzeit von zwei Wochen darüber entscheiden, ob Sie das Präparat freigeben möchten. Im Fall der Abgaben werden Ihnen die angefallenen Kosten inklusive Zinsen vom Universitätsklinikum für den Zeitraum erstattet. Bei einer Entscheidung gegen eine Abgabe, bleibt das Stammzellpräparat weiterhin Eigentum Ihres Kindes.

Kann man das Präparat nicht aufteilen und einen Teil der Zellen öffentlich spenden?

Immer wieder werden wir gefragt, ob man einen Teil der bei einer privaten Stammzellaufbewahrung gewonnenen Zellen spenden kann, um anderen Menschen damit zu helfen. 

Leider macht das in den meisten Fällen keinen Sinn: Nur in absoluten Ausnahmen sind im gewonnen Nabelschnurblut so viele Stammzellen vorhanden, dass eine Aufteilung in zwei Teilpräparate mit jeweils genügend kernhaltigen Zellen möglich ist. Da gespendete Nabelschnurblutstammzellen fast ausschließlich bei Leukämie eingesetzt werden, wird eine möglichst große Menge an Nabelschnurblut-Stammzellen benötigt.

Durchschnittlich werden bei einer Nabelschnurblutentnahme ca. 60-80 ml Blut entnommen. Das entspricht im Mittel einer Anzahl von ca. 6x108 kernhaltigen Zellen. Um ein gespendetes Präparat beim Zentralen Knochenmarkspender-Register in Ulm (ZKRD) öffentlich listen zu lassen, muss es laut Vorgaben der Bundesärztekammer mindestens 5x108 kernhaltige Zellen aufweisen.

Die Erfahrungswerte der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen zeigen, dass sich bei weniger als einem halben Prozent der Fälle die gewonnenen Menge an Nabelschnurblut sinnvoll möglich wäre. Die Folge einer solchen Aufteilung wäre ebenfalls, dass aus einem erstklassigen, besonders zellreichen Präparat für das eigene Kind zwei, von der Zellzahl her eher mittelmäßige entstünden. Darüber hinaus müsste noch geprüft werden, ob das Präparat unabhängig von der Zellzahl aufgrund der strengen Ausschlusskriterien für eine Fremdspende überhaupt in Frage käme.

Die öffentliche Nabelschnurblutspende als Lebensretter für Patienten weltweit

Sollten Sie die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht für Ihr eigenes Kind aufbewahren wollen, können Sie damit immer noch anderen Menschen helfen. Die wertvollen Lebensbausteine sind  zum Wegwerfen definitiv zu schade. eticur) ermöglicht in ausgewählten Kliniken auch die rein öffentliche Nabelschnurblutspende. Diese öffentlich gespendeten Stammzellen aus dem Nabelschnurblut werden z.B. zunehmend als Alternative zur Knochenmark-Stammzellspende für Leukämiepatienten eingesetzt. 

eticur) bietet Ihnen kostenlos die Organisation der öffentlichen Spende der Nabelschnurblut-Stammzellen als Alternative zur privaten Aufbewahrung für Ihr Kind an. Mit Hilfe von eticur) werden die Zellen der öffentlichen Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen zur Aufbewahrung überlassen. Das Eigentum der Zellen geht auf die Stammzellbank des Universitätsklinikums über. Die Aufnahme der Typisierungsdaten in das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) stellt das eingelagerte Präparat weltweit Patienten mit passenden Gewebemerkmalen zur Verfügung. 
Bitte beachten Sie, dass Sie bei einer rein öffentlichen Spende alle Rechte an dem Präparat an die Stammzellbank abgeben und damit sämtlicher Anspruch auf das eingelagerte Präparat entfällt. Ebenfalls kommt Spendern von Stammzellen im Bedarfsfall keinerlei Bevorzugung zu Gute. Sollte Ihr Kind später einmal ein Stammzellpräparat benötigen, muss, wie bei jedem anderen Patienten, nach einem passenden Präparat gesucht werden. 

Beabsichtigte Nabelschnurblut-Spenden können aus regulatorischen Gründen in nur knapp einem Drittel der Fälle auch tatsächlich realisiert und dauerhaft aufbewahrt werden. Selbst wenn alle Testungen zu einer erfolgreichen Aufbewahrung führen, besteht nach der Spende kein eigener Anspruch mehr auf das Präparat. Wenn Sie also sicherstellen wollen, dass Ihr Kind später einmal von seinem Stammzellpräparat profitieren kann, müssen Sie die private Aufbewahrung wählen.

Mehr Informationen und die Anmeldung zur öffentlichen Nabelschnurblut-Spende finden Sie online auf www.nabelschurblut-spende.de