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Herrausragend auf dem Gebiet der Bluttestung

Die öffentlich-private Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen

Als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland erhielt die Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen die Zulassung für die Abgabe von Stammzellen aus Nabelschnurblut durch das Paul-Ehrlich-Institut. Sie ist eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Bluttestung und Blutverarbeitung in der Bundesrepublik und das größte Zentrum für Nabelschnurblut in Bayern. Dies garantiert die Aufbewahrung der Stammzellen unter besonderen Qualitätsstandards, höchsten Sicherheitsvorkehrungen und unter Anwendung neuester Technologien.

eticur) kooperiert mit der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen, da wir der Überzeugung sind, dass das Qualitätsmanagement und das Know-how einer Institution, die bereits seit den 50-er Jahren eine stetig steigende Anzahl von Blutprodukten auf höchstem Niveau testet und verarbeitet, von einem privat betriebenen Labor nur schwerlich erreicht werden kann. 

5 Fakten zum größten Zentrum für Nabelschnurblutstammzellen in Süddeutschland

  1. Struktur und Leitung der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung
    Die Transfusionsmedizinische und Hämostaseologische Abteilung als Betreiber der Stammzellbank ist eine selbständige Abteilung in der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. Die Abteilung versorgt das Klinikum mit immunhämatologischen, hämostaseologischen und hämatologischen Leistungen in der Diagnostik und Therapie. Außerdem unterhält die Abteilung Depots für Blutkomponenten und Plasmaderivate. Der Abteilungsleiter ist Extraordinarius für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie, hat die volle Weiterbildungsermächtigung im Fach Transfusionsmedizin und ist Facharztprüfer und Fachberater der Bayerischen Landesärztekammer. Außerdem besitzt er die volle Weiterbildungsermächtigung für das Fach Hämostaseologie. Er ist vom Klinikumsvorstand bestellter Transfusionsverantwortlicher und leitet als solcher die Transfusionsmedizinische Kommission.
  2. Umfassende Herstellungserlaubnisse und Zulassungen weit über das Nabelschnurblut hinaus
    Die Abteilung ist Hersteller von Arzneimitteln aus Blut im Sinne von § 4 Abs. 2 des Gesetzes über den Verkehr mit Arzneimitteln (AMG). Sie verfügt über eine umfassende Herstellungserlaubnis der zuständigen Aufsichtsbehörde, die Erlaubnis der zuständigen Aufsichtsbehörde für die zur Gewinnung von Gewebe erforderlichen Laboruntersuchungen, die Be- oder Verarbeitung, Konservierung, Prüfung, Lagerung sowie das Inverkehrbringen von Gewebe oder Gewebezubereitungen, sowie über Zulassungen von Fertigarzneimitteln und Genehmigungen für Stammzellpräparate zur autologen oder gerichteten Anwendung durch die zuständige Bundesbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.
  3. Qualitätsmanagement und Zertifizierung – alles auf höchsten Niveau
    Die Abteilung betreibt ein Qualitätsmanagementsystem, das insbesondere auf den gesetzlichen Vorgaben
    -des Arzneimittelgesetzes (AMG),
    -des Transfusionsgesetzes (TFG)
    -und der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV) basiert.

    Als solches wird das QM-System regelmäßig von der zuständigen Aufsichtsbehörde, derzeit der Zentralen Arzneimittelüberwachung Bayern (ZAB), auditiert. Das QM-System wurde nach der Norm DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.
  4. Zusätzliche Akkreditierungen für mehrere Laborbereiche
    - Akkreditierung des immungenetischen Labors bei der European Federation for Immunogenetics
      (EFI),
    - Akkreditierung der Laborbereiche Hämatologie, Hämostaseologie, Immunhämatologie sowie
      Infektions-Serologie und -NAT mit Bezug auf die Norm DIN EN ISO 15189:2007 durch die
      Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). 
  5. Forschung
    Ganz im Sinne einer universitären Einrichtung sind die Mediziner der transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung ebenfalls in der Forschung sehr aktiv. Sie setzen dabei folgende Schwerpunkte:
    - Gewinnung hämatopoietischer Progenitorzellen aus Blut und Plazentarestblut
    - Apheresetechniken zur Gewinnung und Charakterisierung extrem leukozytenarmer
      Thrombozytapheresekonzentrat
    - Herstellung von Thrombozytapheresehochkonzentraten (sog. „dry platelets“) und Lagerung in
      additiven Lösungen
    - Qualitätsgesicherte Thrombozytentransfusion: Indikationsstellung, Anwendung und
      Arzneimittelentwicklung
    - Präoperative Eigenblutspende und Hämatopoese
    - Gewinnung von Monozyten zur Generierung dendritischer Zellen
    - Kliniknahe Forschung zur hämotherapeutischen Versorgung

    Informieren Sie sich hier über weitere Forschungsprojekte der transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen