Aufklärung zu Nabelschnurblutstammzellen

eticur) und die FamiCord-Gruppe unterliegen in Bezug auf die Herstellung des Arzneimittelprodukts "Stammzellen aus dem Nabelschnurblut" europäischen und deutschen Regularien gemäß § 6 Abs. 1 S. 1 des Transfusionsgesetzes (TFG) sowie gemäß der "Richtlinie zur Herstellung und Anwendung von hämatopoetischen Stammzellzubereitungen – Erste Fortschreibung, vom 01. April 2019" , wobei der Spender, in dem Fall die Mutter, sachkundig und ausführlich aufgeklärt werden muss. Die Aufklärungsinhalte sind darüber hinaus auch Bestandteil unserer allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Sie haben die Möglichkeit die Aufklärungsinhalte nachfolgend nachzulesen oder sich durch unsere Fachberatung telefonisch ausführlich aufklären zu lassen. Bitte tragen Sie Ihren Wunsch diesbezüglich auf dem Formular „Aufklärung“ ein.

  • Ablauf der Nabelschnurblutentnahme

    Ab 6 Wochen vor dem errechneten Termin wird mit Ihnen telefonisch ein Zustelltermin (ab 5 Wochen vor dem Entbindungstermin) vereinbart. Bitte bewahren Sie die Box nach Erhalt bei Zimmertemperatur auf und nehmen Sie sie am Tag der Geburt mit in die Klinik und übergeben sie Ihrem zuständigen Arzt/Ihrer zuständigen Ärztin oder Ihrer zuständigen Hebamme.

    In der Klinik sollten die folgenden 3 Punkte erledigt werden:

    • Die Entnahme einer (mütterlichen) Blutprobe bei Ihnen vor der Geburt,
    • Das Ausfüllen des Formulars „Aktuelle Ergänzung zum Anamnesefragebogen“, welches in der Entnahmebox ganz oben liegt. Dies beinhaltet nur 2 Fragen: Zum einen, ob es etwas Neues seit dem bereits ausgefüllten ausführlichen Anamnesefragebogen gibt und zum anderen, ob es aktuell vor der Geburt eine besondere Diagnose zum Kind gab.
    • Die Geburt Ihres Babys natürlich.

    Nach der Geburt und nach dem Durchtrennen der Nabelschnur (1-2 Minuten nach Geburt) wird das Nabelschnurblut aus der nur noch mit der Plazenta, aber nicht mehr mit dem Baby verbundenen Nabelschnurvene entnommen. Die Klinik packt dann die mütterlichen Blutproben, das Nabelschnurblut und die entsprechenden Formulare in die Box und ruft die Hotline des von uns beauftragten Kuriers an. Die Hotline ist an jedem Tag 24 Stunden erreichbar. Der Kurier bringt die Box schnellstmöglich in das Labor der PBKM FamiCord-Gruppe, mit der wir kooperieren. Dort erfolgt die Verarbeitung, Testung und Einlagerung des Nabelschnurstammzell-Präparats.

  • Risiken bei einer Nabelschnurblutentnahme

    Bei der Mutter erfolgt nur eine normale Entnahme einer Blutprobe, wie Sie auch der Gynäkologe während der Schwangerschaft macht. Das Risiko ist entsprechend gering. Für das Baby gibt es kein Risiko.

  • Qualität des Stammzellpräparats

    Vorab können wir Ihnen keine Garantie zur Qualität des Stammzellpräparats geben. Unser Kooperationspartner PBKM FamiCord zeichnet sich jedoch durch höchste Qualitätsstandards bei der Verarbeitung, Testung sowie Einlagerung der Stammzell-Präparate aus.

    Die Qualität des Nabelschnurstammzell-Präparats wird von uns anhand verschiedener Qualitätsparameter, die in der deutschen Stammzell-Richtlinie aufgeführt sind, geprüft. Zu den wichtigsten Parametern gehört hierbei die Zellzahl der kernhaltigen Zellen (TNC) sowie der CD34+-Stammzellen und deren jeweilige Vitalität. Des Weiteren wird das Stammzell-Präparat auf Kontaminationen hin untersucht. Sollten Abweichungen festgestellt werden, werden Sie schriftlich in einem „Qualitätsbrief“ darüber informiert. In diesem Fall können Sie innerhalb von 4 Wochen entscheiden, ob die Einlagerung bestehen bleiben soll.

  • Einsatzmöglichkeiten und Wahrscheinlichkeit

    Die Forschung hat in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte in der Entwicklung von den Therapien mit hämatopoetischen Stammzellen gezeigt. Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut können im Rahmen einer autologen Stammzelltransplantation bei Erkrankungen des blutbildenden Systems zur hämatologischen sowie immunologischen Wiederherstellung des Knochenmarks nach einer Konditionierungsbehandlung eingesetzt werden.

    Die autologe Anwendung der Nabelschnurblut-Stammzellen kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt werden, die das blutbildende System betreffen, um die hämatologische und immunologische Wiederherstellung im Knochenmark wieder herzustellen, insbesondere wenn kein geeigneter Spender gefunden werden kann.

    Des Weiteren verweisen wir hier auf weitere klinische Studien, in denen autologe Stammzellen aus dem Nabelschnurblut bei verschiedenen Indikationen als Therapie-Option getestet werden:

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