Geschwister können optimale Spender sein

Eigene Zellen sind erste Wahl, fremde Zellen sind problematisch

Die erfolgreiche Behandlung mit Stammzellen hängt von vielen Faktoren ab. Insbesondere eine Immunreaktion auf die verabreichten Zellen kann deren Wirkung beeinträchtigen oder sogar neutralisieren. Die Behandlung mit allogenen (fremden) Stammzellen führt immer zu einer solchen Abstoßungsreaktion, deshalb werden bevorzugt die autologen (körpereigenen) Stammzellen eingesetzt. Diese können vom Körper nicht als Fremdkörper wahrgenommen werden.

Wenn allerdings keine körpereigenen Stammzellen vorhanden sind oder nur mit hohem Risiko für den Patienten gewonnen werden können bzw. vorhandene Zellen bereits mit der Krankheit genetisch vorbelastet sind, kommen nur allogene Stammzellen in Frage. Dies betrifft vor allem die Behandlung angeborener Leukämien und Lymphome. In diesen Fällen muss ein Spender gefunden werden, dessen Körperzellen möglichst ähnliche Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) aufweisen wie die des Patienten. Die HLA-Merkmale sind wie ein genetischer Fingerabdruck, je größer die Übereinstimmung dieser Strukturen, desto größer die Chance, dass der Körper die fremden Zellen nicht abstößt.

Ein Heilungserfolg bei ß-Thalassämie major mit Nabelschnurblut-Stammzellen, die durch eticur) entnommen und aufbewahrt wurden

  • Beide Elternteile haben eine ß-Thalassämie minor (nur ein Allel betroffen, geringe Krankheitsausprägung).
  • Das erste Kind (Levin) hat von beiden Eltern die erkrankten Allele geerbt und litt bis zur Behandlung an einer ß-Thalassämie major.
  • Das zweite Kind (Lia-Su Ayla) ist glücklicherweise nicht erkrankt, hat also von beiden Eltern die gesunden Allele geerbt. Für dieses Kind beauftragten die Eltern eticur), die Nabelschnurblut-Stammzellen in der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen aufzubewahren.
  • Die HLA-Merkmale beider Kinder sind identisch, so dass der Bruder im April 2016 im Alter von 4,5 Jahren im Uniklinikum Tübingen eine Knochenmarktransplantation in Kombination mit einer Nabelschnurblut-Stammzellgabe von seiner damals 1,5 Jahre alten Schwester erhielt.
  • Dazu riefen die behandelnden Ärzte das in der Erlanger Stammzellbank aufbewahrte Präparat zur Anwendung ab. Dieses wurde unverzüglich tiefgefroren angeliefert.
  • Levin ist inzwischen wieder völlig gesund.

 

Bei eticur) können Geschwister zu Lebensrettern werden

Die HLA-Merkmale werden jeweils zur Hälfte von beiden Elternteilen an das Kind vererbt. Dadurch besteht die recht hohe Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent, dass die HLA-Merkmale von Geschwistern weitgehend übereinstimmen und sie somit als gegenseitige Spender in Frage kommen. 

Dazu kommt, dass die Gewebemerkmale der Stammzellen aus der Nabelschnur weniger ausgeprägt sind, als die eines Erwachsenen. Deshalb ist zu erwarten, dass diese Zellen auch bei nicht vollständiger Übereinstimmung zwischen Geschwisterkindern nur eine geringere Abstoßungsreaktion hervorrufen und somit eingesetzt werden können.

eticur) bietet Ihnen als Bestandteil des Zusatzpaketes die Bestimmung der HLA-Merkmale Ihres Kindes an. Diese werden bereits vor Kryokonservierung der Nabelschnurblutstammzellen ermittelt und auf Ihrem offiziellen Zertifikat dokumentiert. Sollte Ihr Kind eine Schwester oder einen Bruder bekommen, kann der behandelnde Arzt im Krankheitsfall direkt aus den Zertifikaten der beiden entnehmen, ob sie gegenseitig als Spender in Frage kommen.

eticur) Sonderkonditionen für Geschwister

  • Treuenachlass für wiederkehrende Kunden

    Als wiederkehrender Kunde erhalten Sie bei der zweiten Aufbewahrung einen Treuenachlass von EUR 150, ab der dritten Aufbewahrung EUR 300, vorausgesetzt die vorhergehenden Stammzellpräparate wurden erfolgreich aufbewahrt. Zwillinge zählen als eine Aufbewahrung. In Kombination mit dem gewährten Treuenachlass kann eine Finanzierung zu 3,9% Jahreszins für alle Laufzeiten über die TARGOBANK angeboten werden.

  • Preisnachlass für Mehrlinge

    Bei Mehrlinge zahlen Sie für die Aufbewahrung der Stammzellen des zweiten Kindes einen um EUR 1.000 reduzierten Preis. Ab dem dritten Kind erfolgt keine Berechnung. Die Anzahlung beläuft sich auf EUR 390, der Restbetrag ist nach Erhalt der Zertifikate zu entrichten. In Kombination mit dem gewährten Preisvorteil von EUR 1.000 kann eine Finanzierung zu 3,9% eff. Jahreszins für alle Laufzeiten über die TARGOBANK angeboten werden. 

  • Gerichtete Spende für ein erkranktes Geschwister

    Wenn Sie akut ein Kind mit einer Erkrankung haben, die aufgrund eines ärztlichen Gutachtens für eine Transplantation mit geschwisterlichen Nabelschnurblut-Stammzellen infrage kommt, bieten wir Ihnen unsere Leistungen (wie z.B.: Abnahme, Transport, Testung, Separation und Gewebe-Typisierung) kostenfrei an.

     

     

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