Häufige Fragen zur Stammzellaufbewahrung aus Nabelschnurblut


Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die uns von werdenden Eltern häufig gestellt werden.  In unserem Stammzell ABC finden Sie Erklärungen zu den wichtigsten Fachbegriffen rund um das Thema Stammzellen aus Nabelschnurblut. Lassen Sie es uns wissen, falls Sie noch weitere Fragen haben.


Nabelschnurblut-Entnahme

  • Wann ist ein guter Zeitpunkt eticur) zu beauftragen?

    Idealerweise beauftragen Sie uns in der 30. bis 35. SSW. Im Einzelfall versuchen wir auch kurzfristige Beauftragungen zu ermöglichen.

  • Kann Nabelschnurblut auch bei einem Kaiserschnitt entnommen werden?

    Ja, eine Kaiserschnittgeburt beeinträchtigt keineswegs die Abnabelung und die Entnahme von Nabelschnurblut. Der grundsätzliche Vorgang ist genauso wie bei einer normalen Geburt. Auch Narkosemittel beeinträchtigen die Qualität der Stammzellen nicht.

  • Ist eine Nabelschnurblut-Entnahme bei einer Wasser- oder Hausgeburt möglich?

    Nein, da die Entnahme von Nabelschnurblut bei Hausgeburten arzneimittelrechtlich nicht erlaubt ist. Eine Entnahme ist nur in den von der  zuständigen Landesbehörde angezeigten und zugelassenen Klinikräumen zulässig.
    Auch bei einer Wassergeburt ist keine Nabelschnurblutentnahme möglich. Aufgrund der Gefahr von Nasskeimen in der Umgebung einer Geburtswanne besteht eine erhöhte Gefahr der mikrobiellen Verkeimung/Verunreinigung des gewonnenen Nabelschnurbluts.

  • Wann wird das Zertifikat ausgestellt?

    Die Nabelschnurblut-Stammzellen werden innerhalb von 48 Stunden nach Entnahme eingefroren. Bis zur Erstellung des Zertifikats durch die kooperierende Stammzellbank PBKM FamiCord können jedoch aufgrund der aufwendigen Qualitätstests, Bestimmung der Viren-Serologie des mütterlichen Bluts und anderer Untersuchungen sowie der Umlagerung in die finalen Stickstofftanks einige Monate vergehen.

  • Wem gehört das Präparat?

    Das Nabelschnurblut sowie das daraus gewonnene Stammzell-Präparat stehen im Eigentum des Kindes. Bis zum 18. Lebensjahr sind Sie als Eltern bzw. der gesetzliche Vormund vertretungsberechtigt.

  • Erhalte ich eine Prämie wenn ich eticur) weiterempfehle?

    Wenn Sie auch andere Eltern über die Möglichkeit der Stammzelleinlagerung aus Nabelschnurblut informieren möchten, empfehlen Sie die Stammzellaufbewahrung über eticur). Im Falle einer erfolgreichen Einlagerung eines Nabelschnur-Stammzell-Präparats erhalten Sie EUR 100 als Dankeschön.

Unser Kooperationspartner PBKM FamiCord

  • PBMK FamiCord - neues Labor seit 15.09.2020

    Seit September 2020 kooperiert eticur) mit PBKM, die wie wir ein Teil der FamiCord-Gruppe sind. Die FamiCord-Gruppe ist seit dem Zusammenschluss durch die PBKM im Jahr 2006 sowie durch die stetige Erweiterung der Gruppe mittlerweile die größte Stammzellbank Europas und die viertgrößte weltweit. Die Stammzellbank verfügt über viel Erfahrung bei der Verarbeitung und Einlagerung von Stammzell-Präparaten auf höchstem Qualitätsniveau. eticur) vertraut der hohen Kompetenz der FamiCord Gruppe.

    Hohe Qualität: Das PBKM FamiCord-Labor ist von der AABB (American Association of Blood Banks) akkreditiert, was für einen hohen Qualitätsstandard bei der Bearbeitung und Einlagerung der Stammzell-Präparate, die Transplantationskliniken weltweit zur Verfügung gestellt werden, steht

  • Stammzellbank Universitätsklinikum Erlangen – Bestandskunden bis 15.09.2020

    Nach 16 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen werden die Nabelschnurblut-Stammzell-Präparate seit dem 15. September 2020 über die mit uns kooperierende FamiCord-Gruppe verarbeitet, getestet und aufbewahrt. eticur) ist seit Juli 2020 ein Tochterunternehmen von PBKM FamiCord-Gruppe.

    Wir arbeiten nach wie vor mit der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen zusammen und vertrauen auf deren Qualität und Kompetenz und sind auch nach wie vor für die bis dahin eingelagerten Stammzellen als Ansprechpartner für Sie da. 

Entbindungsklinik

  • In welchen Kliniken kann Nabelschnurblut entnommen werden?

    In unserer Klinik Auwahl finden Sie alle mit uns kooperierenden Kliniken, Krankenhäuser bzw.Entbindungseinrichtungen. Nur mit den dort aufgeführten Einrichtungen besteht eine Kooperation mit eticur) sowie die Erlaubnis zur Entnahme von Nabelschnurblut in von der Landes-Oberbehörde genehmigten Räumen.

  • Was mache ich nach Ankunft in der Klinik mit der Entnahmebox?

    Am Tag der Geburt übergeben Sie die Entnahmebox an Ihre/n Arzt/Ärztin oder ihre Hebamme.

  • Wie kommt die Box von der Klinik ins Labor?

    Nach der Entnahme ruft das Klinikpersonal die Hotline unseres beauftragten Kuriers an. Das Nabelschnurblut wird schnellstmöglich per Temperatur-kontrolliertem Transport in das GMP-Labor unseres Kooperationspartners PBKM FamiCord gebracht.

Entnahmebox

  • Wie schnell erhalten die Eltern die Entnahmebox?

    Der Versand erfolgt ab 5 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin. In Ausnahmefällen erhaltenKurzentschlossene die Box innerhalb von 2 – 3 Tagen nach Auftragseingang bei uns.

  • Kann die Entnahmebox bei der Post/Paketstation abgeholt werden?

    Nein. Die Entnahmebox wird Ihnen von unserem beauftragten Kurier persönlich zugestellt. Der Erhalt muss von Ihnen per Unterschrift quittiert werden.

Bezahlung

  • Wann muss die Bezahlung erfolgen?

    Mit Zustellung der Entnahmebox erhalten Sie die Rechnung für die Servicepauschale in Höhe von EUR 195. Erst bei Erhalt des Aufbewahrungszertifikats wird der jeweilige Restbetrag für das gewählte Leistungspaket fällig. Falls für die Bezahlung des Restbetrags bei eticur) PREMIUM 25 eine Finanzierung gewählt wurde, starten die Raten auch erst mit Erhalt des Zertifikats. Bei eticur) PREMIUM VARIO zahlen Sie die jährlichen Aufbewahrungsgebühren ab dem zweiten Jahr via Lastschriftverfahren. Die Abbuchung erfolgt immer am Geburtstag Ihres Kindes.

  • Was muss bezahlt werden, wenn die Entnahme des Nabelschnurbluts nicht klappt?

    Sollte es zu keiner Entnahme oder zu keiner langfristigen Aufbewahrung der entnommenen Nabelschnurblut-Stammzellen kommen, wird lediglich die Servicepauschale von EUR 195 einbehalten. Ansonsten entstehen Ihnen keine weiteren Kosten. Die Entnahmebox ist an eticur) zurückzusenden.  

  • Warum übernimmt die Krankenkasse nicht die Kosten?

    Bislang übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für diese zukunftsweisende Maßnahme (noch) nicht. Sollten sie jedoch privat versichert sein, setzen Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung, denn einige private Kassen gewähren bereits einen Zuschuss.

Medizin

  • Warum muss eine mütterliche Blutprobe vor der Geburt entnommen werden?

    Die mütterliche Blutprobe dient zur Bestimmung der Viren-Serologie.

  • Wann ist/wird eine Nabelschnurblutentnahme ausgeschlossen?

    Eine Entnahme ist ausgeschlossen bei Vorliegen von Infektionskrankheiten bei der Mutter wie z.B. HIV, Hepatitis-C, HTLV, Syphillis. Des Weiteren bei Vorliegen von schweren Stoffwechselerkrankungen, onkologischen/hämatologischen und neurologischen Erkrankungen, schweren vererbten/genetischen Erkrankungen in der Familie, Enzephalopathien, schweren Autoimmunerkrankungen und Herzerkrankungen sowie Suchterkrankungen.

    Im Einzelfall kann jedoch eine Entscheidung auch über unsere medizinische Abteilung bzw. durch unseren Leiter ärztliche Person (LäP) in Zusammenarbeit mit der Kundin erfolgen.

    Generell wird im Vorfeld ein umfangreicher Anamnesebogen von der werdenden Mutter ausgefüllt, nach dem entschieden wird, ob eine Nabelschnurblut-Entnahme grundsätzlich möglich ist.

    Nach Entnahme ist ein Ausschluss von der Einlagerung des Nabelschnurstammzell-Präparats bei positivem Nachweis von Virus-DNA/RNA (z.B. HIV, HTLV, Hep-B/C/D/E) erforderlich.

    Des Weiteren ist eine Entnahme von Nabelschnurblut bei einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm sowie bei Frühgeburten vor der SSW 35 ausgeschlossen.

  • Bei welchen Erkrankungen können die eingelagerten hämatopoetischen Nabelschnur-Stammzellen eingesetzt werden?

    Ja. Die autologe Anwendung der Nabelschnurblut-Stammzellen kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt werden, die das blutbildende System betreffen, um die hämatologische und immunologische Wiederherstellung im Knochenmark wieder herzustellen, insbesondere wenn kein/e geeignete/r Spender/in gefunden werden kann, sowie bei weiteren Erkrankungen zum Einsatz kommen, um die Wiederherstellung des Knochenmarks herbeizuführen. Weitere Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten finden sie hier.

  • Wie oft kann das Nabelschnurstammzell-Präparat eingesetzt werden?

    Zum Einsatz bei einer autologen hämatopoetischen Stammzelltransplantation wird in der Regel das gesamte Präparat benötigt.

  • Können die hämatopoetischen Stammzellen auch autolog bei der Behandlung von Leukämien eingesetzt werden?

    Ja, insbesondere wenn kein passender allogener Spender gefunden werden kann.

  • Sind Nabelschnurblut-Stammzellen bereits zur Behandlung eingesetzt worden?

    Ja. Die erste Transplantation mit Stammzellen aus Nabelschnurblut wurde bereits im Jahre 1988 durchgeführt. Seit dem Jahr 2007 konnte die FamiCord-Gruppe eingelagerte tiefgefrorene Stammzellpräparate unterschiedlichen Ursprungs für bereits mehr als 3900 Patienten den kooperierenden Klinken für die Anwendung zur Verfügung stellen. Darin enthalten auch 105 Stammzellpräparate aus Nabelschnurblut, von denen wiederrum 35 im autologen Transplantationsgeschehen Anwendung gefunden haben. Die erste erfolgreiche autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation mit Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Wiederherstellung des Knochenmarks konnte im Jahr 1988 in Frankreich gezeigt werden1. Seitdem wurden weltweit mehr als 40 000 Nabelschnurblut-Transplantationen bei einer Vielzahl von malignen und nicht malignen Erkrankungen durchgeführt2.

    QUELLEN: 
    1 Gluckman E, Broxmeyer HA, Auerbach AD, Friedman HS, Douglas GW, Devergie A, et al. Hematopoietic reconstitution in a patient with Fanconi's anemia by means of umbilical-cord blood from an HLA-identical sibling. N Engl J Med. (1989) 321:1174–8. doi: 10.1056/NEJM198910263211707

    Gupta AO and Wagner JE (2020) Umbilical Cord Blood Transplants: Current Status and Evolving Therapies. Front. Pediatr. 8:570282. doi: 10.3389/fped.2020.570282

  • Wie viele Stammzellen werden aus dem Nabelschnurblut gewonnen?

    Verschiedene Faktoren beeinflussen die Anzahl der Stammzellen im Nabelschnurblut, wie z.B. der Zeitpunkt der Abnabelung, Mehrlingsgeburten, die Beschaffenheit der Nabelschnur. Das Volumen des gewonnenen Bluts sagt nichts über den Gehalt der darin enthaltenen Stammzellen aus.

 
 

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