Die öffentliche Stammzellspende als Alternative


Private Aufbewahrung mit eticur oder öffentlich Spenden - ein Überblick

eticur) bietet zum aktuellen Zeitpunkt nur die private Aufbewahrung der Stammzellen für Ihr eigenes Kind an. Wir wollen den Eltern die Möglichkeit geben Ihrem Kind diese Art der Gesundheitsvorsorge zu ermöglichen, ohne, auf die Abgabe bzw. das Vorhandensein von passenden, öffentlichen Stammzellen angewiesen zu sein.

Da wir aber auch der Meinung sind, dass die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zu wertvoll sind um sie wegzuwerfen, wollen wir Sie über die Alternative der öffentlichen Stammzellspende mit anderen Stammzellbanken informieren. Welche Möglichkeiten es gibt und was Sie wissen sollten, bevor Sie die Stammzellen abgeben. 

 

Kann man das Präparat nicht für die Spende teilen?

Immer wieder werden wir gefragt, ob man einen Teil der bei einer privaten Stammzellaufbewahrung gewonnenen Zellen spenden kann, um anderen Menschen damit zu helfen. Leider macht das in den meisten Fällen keinen Sinn: Nur in absoluten Ausnahmen sind im gewonnen Nabelschnurblut so viele Stammzellen vorhanden, dass eine Aufteilung in zwei Teilpräparate mit jeweils genügend kernhaltigen Zellen möglich ist. 

Durchschnittlich werden bei einer Nabelschnurblutentnahme ca. 60-80 ml Blut entnommen. Das entspricht im Mittel einer Anzahl von ca. 6x108 kernhaltigen Zellen. Um ein gespendetes Präparat beim Zentralen Knochenmarkspender-Register in Ulm (ZKRD) öffentlich listen zu lassen, muss es laut Vorgaben der Bundesärztekammer mindestens 5x108 kernhaltige Zellen aufweisen.

Die Erfahrungswerte zeigen, dass eine Teilung bei weniger als einem halben Prozent der Präparate möglich wäre. Durch eine solche Aufteilung entstünden aus einem erstklassigen, besonders zellreichen Präparat für das eigene Kind zwei, von der Zellzahl her eher mittelmäßige. Darüber hinaus müsste noch geprüft werden, ob das Präparat unabhängig von der Zellzahl aufgrund der Ausschlusskriterien für eine Abgabe überhaupt in Frage käme.

 

 
 

Die öffentliche Nabelschnurblutspende


Sollten Sie die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht für Ihr eigenes Kind aufbewahren wollen, können Sie diese auch spenden und damit anderen Menschen helfen. Die wertvollen Lebensbausteine sind zum Wegwerfen definitiv zu schade.  
Öffentliche Stammzellbanken bieten die Spende der Nabelschnurblut-Stammzellen als Alternative zur privaten Aufbewahrung für Ihr Kind an. Mit ihrer Hilfe werden die Zellen der Stammzellbank zur Aufbewahrung überlassen. Das Eigentum der Zellen geht auf die jeweilige Stammzellbank über. Die Aufnahme der Typisierungsdaten in das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) stellt das eingelagerte Präparat weltweit Patienten mit passenden Gewebemerkmalen zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass Sie bei einer rein öffentlichen Spende alle Rechte an dem Präparat an die Stammzellbank abgeben und damit sämtlicher Anspruch auf das eingelagerte Präparat entfällt. Ebenfalls kommt Spendern von Stammzellen im Bedarfsfall keinerlei Bevorzugung zu Gute. Sollte Ihr Kind später einmal ein Stammzellpräparat benötigen, muss, wie bei jedem anderen Patienten, nach einem passenden Präparat gesucht werden. 

Beabsichtigte Nabelschnurblutspenden können aus regulatorischen Gründen in nur knapp einem Drittel der Fälle auch tatsächlich realisiert und dauerhaft aufbewahrt werden. Selbst wenn alle Testungen zu einer erfolgreichen Aufbewahrung führen, besteht nach der Spende kein eigener Anspruch mehr auf das Präparat. Wenn Sie also sicherstellen wollen, dass Ihr Kind später einmal von seinem Stammzellpräparat profitieren kann, müssen Sie die private Aufbewahrung wählen.

Derzeit ist eine rein öffentliche Nabelschnurblutspende in Deutschland ausschließlich in Kliniken möglich, die sie unter folgenden Links finden:


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