Stammzellen spenden – an Geschwister oder öffentlich


Geschwister können zu Lebensrettern werden

Die HLA-Merkmale werden jeweils zur Hälfte von beiden Elternteilen an das Kind vererbt. Dadurch besteht die recht hohe Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent, dass die HLA-Merkmale von Geschwistern weitgehend übereinstimmen und sie somit als gegenseitige Spender in Frage kommen. 

eticur) bietet zum aktuellen Zeitpunkt nur primär die Aufbewahrung der Stammzellen für Ihr eigenes Kind an. Die Eigentumsrechte bleiben bei Ihrem Kind und somit in der Familie. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, im Falle einer notwendigen Behandlung, die Stammzellen Ihres Kindes auch an Geschwister direkt spenden zu können, ohne auf Spenden von Dritten angewiesen zu sein.

Bei manchen Krankheiten ist es sogar sinnvoll, fremde (allogene) Stammzellen einzusetzen. Damit diese keine Neutralisierung durch das Immunsystem des Empfängers erfahren, müssen sie besonders gut passen. Dies ist häufig bei Geschwistern der Fall, so dass sie die optimalen Spender sein können.

Informationen zur privaten Aufbewahrung


Kann man das Präparat nicht für die Spende teilen?

Immer wieder werden wir gefragt, ob man einen Teil der bei einer privaten Stammzellaufbewahrung gewonnenen Zellen spenden kann, um anderen Menschen damit zu helfen. Leider macht das in den meisten Fällen keinen Sinn: Nur in absoluten Ausnahmen sind im gewonnen Nabelschnurblut so viele Stammzellen vorhanden, dass eine Aufteilung in zwei Teilpräparate mit jeweils genügend kernhaltigen Zellen möglich ist. Da gespendete Nabelschnurblutstammzellen fast ausschließlich bei Leukämie eingesetzt werden, wird eine möglichst große Menge - also das gesamte Präparat - benötigt.

Durchschnittlich werden bei einer Nabelschnurblutentnahme ca. 60-80 ml Blut entnommen. Das entspricht im Mittel einer Anzahl von ca. 6x108 kernhaltigen Zellen. Um ein gespendetes Präparat beim Zentralen Knochenmarkspender-Register in Ulm (ZKRD) öffentlich listen zu lassen, muss es laut Vorgaben der Bundesärztekammer mindestens 5x108 kernhaltige Zellen aufweisen.

Die Erfahrungswerte zeigen, dass eine Teilung bei weniger als einem halben Prozent der Präparate möglich wäre. Durch eine solche Aufteilung entstünden aus einem erstklassigen, besonders zellreichen Präparat für das eigene Kind zwei, von der Zellzahl her eher mittelmäßige. Darüber hinaus müsste noch geprüft werden, ob das Präparat unabhängig von der Zellzahl aufgrund der Ausschlusskriterien für eine Abgabe überhaupt in Frage käme.

 
 

Die öffentliche Nabelschnurblutspende


Sollten Sie die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht für Ihr eigenes Kind aufbewahren wollen, können Sie diese auch spenden und damit anderen Menschen helfen. Die wertvollen Lebensbausteine sind zum Wegwerfen definitiv zu schade. Öffentlich gespendete Stammzellen aus dem Nabelschnurblut werden z.B. zunehmend als Alternative zur Knochenmark-Stammzellspende für Leukämiepatienten eingesetzt. 
Öffentliche Stammzellbanken bieten die Spende der Nabelschnurblut-Stammzellen als Alternative zur privaten Aufbewahrung für Ihr Kind an. Mit ihrer Hilfe werden die Zellen der Stammzellbank zur Aufbewahrung überlassen. Das Eigentum der Zellen geht auf die jeweilige Stammzellbank über. Die Aufnahme der Typisierungsdaten in das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) stellt das eingelagerte Präparat weltweit Patienten mit passenden Gewebemerkmalen zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass Sie bei einer rein öffentlichen Spende alle Rechte an dem Präparat an die Stammzellbank abgeben und damit sämtlicher Anspruch auf das eingelagerte Präparat entfällt. Ebenfalls kommt Spendern von Stammzellen im Bedarfsfall keinerlei Bevorzugung zu Gute. Sollte Ihr Kind später einmal ein Stammzellpräparat benötigen, muss, wie bei jedem anderen Patienten, nach einem passenden Präparat gesucht werden. 

Beabsichtigte Nabelschnurblutspenden können aus regulatorischen Gründen in nur knapp einem Drittel der Fälle auch tatsächlich realisiert und dauerhaft aufbewahrt werden. Selbst wenn alle Testungen zu einer erfolgreichen Aufbewahrung führen, besteht nach der Spende kein eigener Anspruch mehr auf das Präparat. Wenn Sie also sicherstellen wollen, dass Ihr Kind später einmal von seinem Stammzellpräparat profitieren kann, müssen Sie die private Aufbewahrung wählen.

Derzeit ist eine rein öffentliche Nabelschnurblutspende in Deutschland ausschließlich in Kliniken möglich, die sie unter folgenden Links finden:


Haben Sie noch Fragen zur Nabelschnurblutaufbewahrung?

Wenden Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich an unsere Experten.
Wir sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr für Sie da.

Beratungstermin vereinbaren