Ärzte verpflanzen Kind Luftröhre aus eigenen Stammzellen

Der heute 13-jährge Junge litt jahrelang unter einer lebensbedrohlichen Verengung der Luftröhre. Mehrere konventionelle Therapie-Ansätze waren zuvor erfolglos geblieben. Ärzte berichten nun erstmals davon, dass sie erfolgreich ein Luftröhren-Gerüst transplantiert haben, das zuvor mit den eigenen Stammzellen des Kindes besiedelt wurde. 2 Jahre nach dem Eingriff kann der Junge wieder ein unbeschwertes Leben ohne Medikamente führen.

Der heute 13-jährge Junge litt jahrelang unter einer lebensbedrohlichen Verengung der Luftröhre. Mehrere konventionelle Therapie-Ansätze waren zuvor erfolglos geblieben. Ärzte berichten nun erstmals davon, dass sie erfolgreich ein Luftröhren-Gerüst transplantiert haben, das zuvor mit den eigenen Stammzellen des Kindes besiedelt wurde. 2 Jahre nach dem Eingriff kann der Junge wieder ein unbeschwertes Leben ohne Medikamente führen.

Inzwischen kann der heute 13-Jährige völlig normal atmen und wieder zur Schule gehen. Seit der Operation ist er elf Zentimeter gewachsen, mit ihm auch seine neue Luftröhre. Da es sich um die eigenen Stammzellen handelte, wird die neue Luftröhre perfekt von seinem Körper angenommen.

Schon mehrfach wurden mit eigenen Stammzellen besiedelte Luftröhren erfolgreich transplantiert, jedoch gelang die Züchtung bislang ausschließlich im Bioinkubator außerhalb des Körpers. Der nun berichtete Ansatz spart dem Patienten bei einer schnellen Verschlechterung des Gesundheitszustandes wertvolle Zeit.

In der angesehenen Fachzeitschrift " The Lancet" vom 26 Juli 2012 berichtet ein internationales Team um Martin Elliott vom „Hospital for Children" in London über die Details der bemerkenswerten Operation. Demnach wurde aus Zeitgründen erstmals komplett auf den Einsatz eines Bioinkubators verzichtet. Stattdessen wurde der Körper des Jungen selbst genutzt, damit die Zellen das verwendete Luftröhrengerüst schnell besiedeln.