Omega-3-Fettsäuren erhöhen Stammzellkonzentration im Nabelschnurblut

Wir werden oft gefragt, warum bei manchen Nabelschnurblutentnahmen mehr Stammzellen gewonnen werden können, als bei anderen. Das hängt von zwei Faktoren ab: Der gewonnenen Nabelschnurblutmenge und der Konzentration der Stammzellen im Blut des Kindes. Die Menge ist abhängig von der Länge der Nabelschnur, der Größe der Plazenta, dem Entwicklungsstadium des Kindes und natürlich von den individuellen Umständen bei der Geburt. Welche Menge an Blut entnommen werden kann, lässt sich demnach vor der Geburt nicht beeinflussen.  

Forscher aus Italien haben nun jedoch herausgefunden, dass die Schwangere durch die einfache Einnahme von Fischöl-Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren DHA die Konzentration der Stammzellen im gewonnenen Nabelschnurblut aktiv steigern kann. 

Hierzu wurde eine Doppelblind-Studie mit über hundert Müttern durchgeführt. Die Mütter befanden sich zwischen der 20-sten und 28-sten Schwangerschaftswoche und erhielten täglich bis zur Geburt 250 mg DHA (die Kontrollgruppe 250 mg Olivenöl). Bei den abschließenden Tests konnte eine deutliche Korrelation zwischen der Konzentration des DHA im mütterlichen Blut und der Stammzellkonzentration im Nabelschnurblut festgestellt werden. Die Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft ihre DHA Zufuhr erhöhten, konnten somit auch eine eindeutig höhere Stammzellzahl aufweisen.

Omega-3-Fettsäuren weisen übrigens noch weitere positive Eigenschaften für die Schwangere und das Baby auf. So ist es beispielsweise wissenschaftlich bewiesen, dass die Einnahme von DHA wichtig für die Gehirnentwicklung des Babys ist und es wird vermutet, dass postnatale Depressionen gemindert werden können. 

Mit gut durchgebratenen fettigem Seefisch (Lachs, Makrele, Hering) oder Pflanzenölen (Rapsöl, Sojaöl, Leinöl) können Sie durch natürliche Nahrung Ihren Omega-3-Fettsäurehaushalt aufstocken. Als Nahrungsergänzungsmittel sind Omega-3-Konzentratkapseln freiverkäuflich in jeder Apotheke oder Drogeriemarkt erhältlich. Am besten fragen Sie hierzu Ihren Frauenarzt, welches Präparat für Sie geeignet ist.