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Häufige Fragen zum Thema Nabelschnurbluteinlagerung

Es liegt uns sehr daran, Sie umfassend zu informieren

Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die uns von werdenden Eltern häufig gestellt werden.

Wir haben uns bemüht, die Antworten auf die häufigsten Fragen allgemein verständlich zu formulieren. Jedoch ist eine fachlich geprägte Ausdrucksweise manchmal unumgänglich. In unserem Stammzell ABC finden Sie Erklärungen zu den wichtigsten Fachbegriffen rund um das Thema Stammzellen aus Nabelschnurblut.

Lassen Sie es uns wissen, falls Sie noch weitere Fragen haben.

Häufige Fragen rund ums Thema

  • Kann man Stammzellen auch zur Heilung von Leukämien einsetzen?
    Bei Leukämien sind die Stammzellen des blutbildenden Systems betroffen. Deshalb werden sie generell nur in seltenen Fällen mit eigenen (autologen) Stammzellen behandelt. In solchen Fällen sind die passenden Stammzellen eines verwandten oder unverwandten Spenders immer vorzuziehen, da ein wesentlicher Bestandteil der Heilung die immunologische Reaktion des Transplantats gegen die Leukämiezellen ist. Bei kindlicher Leukämie wurden in Einzelfällen aber auch bereits erfolgreich autologe Nabelschnurpräparate eingesetzt.
  • Sind Nabelschnurblut-Stammzellen bereits zur Behandlung eingesetzt worden?
    Die erste Transplantation mit Stammzellen aus Nabelschnurblut wurde bereits im Jahre 1988 durchgeführt. Seitdem sind über 10.000 Transplantationen mit Nabelschnurblut-Stammzellen erfolgt. In Japan und den USA, die im Bereich Nabelschnurblut weltweit führend sind, werden heute Stammzellen aus Nabelschnurblut häufiger verwendet als Knochenmark.
  • Wenn das Einlagern des Nabelschnurblutes zur Vorsorge medizinisch sinnvoll ist, warum übernimmt nicht die Krankenkasse die Kosten?
    Bislang übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für diese zukunftsweisende Maßnahme noch nicht. Sollten sie jedoch privat versichert sein, setzen Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung, denn einige private Kassen gewähren bereits einen Zuschuss. Gerade in dem oben genannten Fall der Erkrankung eines Geschwisterkindes oder bei intrauterin festgestellten Defekten sind die Kassen oft bereit, die Kosten ganz zu übernehmen. Gerne unterstützen wir Sie in diesen Fällen.
  • Ich habe mich sehr kurzfristig zur Nabelschnurblutentnahme entschieden. Gibt es auch die Möglichkeit, das Entnahmeset in dringenden Fällen per Eil-Kurier zu erhalten?
    Diese Möglichkeit gibt es selbstverständlich. Theoretisch können Sie sich noch bis wenige Tage vor der Geburt für die Einlagerung der Nabelschnurblut-Stammzellen Ihres Kindes entschließen. Bitte prüfen Sie, ob die Geburtseinrichtung Ihrer Wahl zu den Partner-Kliniken oder Geburtshäusern von eticur) gehört. Dies können Sie bequem über unsere Kliniksuche vornehmen. Sollten Sie Ihre Klinik nicht auf der Liste finden, setzen Sie sich bitte umgehend mit uns in Verbindung, wir nehmen sofort Kontakt mit der Entbindungseinrichtung und der jeweiligen Behörde auf, um so rasch wie möglich die notwendigen Vorraussetzungen zu schaffen.
  • Mein Gynäkologe bzw. meine Hebamme steht der Nabelschnurblutentnahme eher skeptisch gegenüber. Woran liegt das?
    Das häufigste Argument ist, dass die Therapiemöglichkeiten zurzeit noch begrenzt sind und vieles noch Zukunftsmusik ist. Oft wird argumentiert, dass sich eine Einlagerung daher noch nicht lohnt. Fakt ist allerdings, dass bereits viele Anwendungserfolge erzielt wurden und sich derzeit ein großer Teil der Medizinforschung auf Stammzellen konzentriert. Sie werden auch schon der Tagespresse entnommen haben, dass dabei beständig Fortschritte gemacht werden - wobei die Nabelschnurblut-Stammzellen diejenigen Zellen sind, die heute zweifellos das größte Potential von allen ethisch unbedenklich gewonnen Stammzellarten besitzen. In 20 Jahren kann sich die Situation also gänzlich anders darstellen und es ist durchaus denkbar, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut bis dahin eine Grundlage für routinemäßige Behandlungsmethoden geworden sind. Da die Gewinnung der wertvollen und absolut unbedenklichen Stammzellen aus Nabelschnurblut nur unmittelbar nach der Geburt möglich ist, sollten Sie sich dafür entscheiden, diese einzigartige Gesundheitsvorsorge für Ihr Baby zu treffen. So einfach können Sie Ihrem Kind eine Option auf die Medizin der Zukunft schenken.
  • Wie viele Stammzellen werden aus dem Nabelschnurblut gewonnen?
    Das ist unterschiedlich. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Gesamtzahl an Stammzellen: Dazu gehören der Zeitpunkt der Abnabelung, Mehrlingsgeburten, Frühchen, die Beschaffenheit der Nabelschnur, etc. Die Menge des gewonnenen Blutes ist kein entscheidendes Kriterium, da der Gehalt an Stammzellen stark variieren kann. eticur) richtet sich bei den Vorgaben für die geforderte Zellzahl nach den strengen Richtlinien der Bundesärztekammer für die Einlagerung von allogenen (nicht-eigenen) Nabelschnurblut-Stammzellen.
  • Kann das Nabelschnurblut nur bei einer natürlichen Geburt in der Klinik entnommen werden oder auch bei einem Kaiserschnitt oder einer Hausgeburt?
    Eine Kaiserschnittgeburt beeinträchtigt keineswegs die Abnabelung und die Entnahme von Nabelschnurblut. Der grundsätzliche Vorgang ist genauso wie bei einer normalen Geburt. Auch Narkosemittel beeinträchtigen die Qualität der Stammzellen nicht. Die Entnahme bei Hausgeburten ist dagegen arzneimittelrechtlich nicht erlaubt. Auch bei einer Wassergeburt ist keine Nabelschnurblutentnahme möglich. Aufgrund der Gefahr der Anwesenheit von Naßkeimen in der Umgebung einer Geburtswanne ist eine erhöhte Gefahr der mikrobiellen Verkeimung für das gewonnene Plazentarestblut gegeben und dieses Risiko muss ausgeschlossen werden.
  • Wie lange können die Stammzellen aufbewahrt werden?
    Es ist bekannt, dass biologische Systeme bei Temperaturen unter minus 120° Celsius ihre Stoffwechselvorgänge komplett einstellen. Dies bedeutet, dass Prozesse wie Alterung, Zellwachstum oder Zellteilung für die Dauer dieser Abkühlung vollständig unterbrochen werden. Es wird allgemein angenommen, dass auf diese Weise Proben über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in unveränderter Form aufbewahrt werden können. Konkrete Erfahrungswerte für erfolgreiche Transplantationen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut nach Auftauen gibt es bereits seit 1989. Nach dem heutigen Wissenstand ist also davon auszugehen, dass die biologischen Funktionen mit Hilfe dieser Aufbewahrungstechnik über viele Jahrzehnte erhalten bleiben und die Zellen ein Menschenleben lang einsetzbar sind. Es gibt kein Verfallsdatum.
  • Können Nabelschnurblut-Stammzellen auch innerhalb der Familie (z.B. für die Behandlung von Geschwistern oder Eltern) eingesetzt werden?
    Die Wahrscheinlichkeit, dass das Stammzellenpräparat für ein Geschwisterkind eingesetzt werden kann, liegt bei relativ hohen 25 Prozent. Entscheidend dafür ist, dass möglichst viele Gewebemerkmale übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die aus dem Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen für eine Behandlung der Eltern verwendet werden kann, liegt hingegen nur bei knapp einem Prozent.
  • Was geschieht, wenn eticur) in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten würde?
    Die Stammzellen werden bei unserem Partner, der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen, getestet, verarbeitet und aufbewahrt. Diese Leistung vergütet eticur) dem Universitätsklinikum im Voraus für die von Ihnen gewählte Vertragslaufzeit. Sollte eticur) in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, sichert das Universitätsklinikum Erlangen zu, die Zellen (unabhängig von der Existenz der Firma eticur) weiter aufzubewahren und bei Bedarf an die von Ihnen gewünschte Stelle (z.B. eine Klinik) fachgerecht zu versenden. Die Aufbewahrung in der Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen gibt Ihnen die Sicherheit, dass die Nabelschnurblut-Stammzellen solange Sie oder Ihr Kind dies wünschen, mindestens aber für die gewählte Vertragslaufzeit sicher aufbewahrt werden. Eine solche universitäre Einrichtung kann im Gegensatz zu einer privat betriebenen Stammzellbank nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.