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Heutiger Einsatz von Nabelschnurblut-Stammzellen

Die Stammzellforschung der letzten Jahre hat beeindruckende Ergebnisse aufzuweisen.

Nabelschnurblut-Stammzellen als „Vielkönner“ spielen dabei eine Schlüsselrolle. Zu den bislang über 80 Krankheiten, die bereits mit Nabelschnurblut-Stammzellen therapiert werden, gehören nicht nur lebensbedrohliche Krebserkrankungen. Auch Patienten mit bestimmten Formen von Diabetes wurden schon heute erfolgreich behandelt und es wurden beispielsweise Funktionsverbesserungen nach einem Herzinfarkt erzielt.

Wunderwerke der Natur

Stammzellen aus dem Nabelschnurblut können nicht nur Leben retten sondern vor allem das Leben im Alter wieder lebenswerter machen. 

Folgende Krankheiten werden heute bereits erfolgreich mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut behandelt

  1. Infantile Zerebralparese (frühkindliche Hirnschädigung, die Bewegungsstörungen verursacht)
    Eine Studie aus Korea belegt, dass Kinder, die mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut behandelt wurden, sowohl körperlich als auch geistig bessere Fortschritte machten als die einer unbehandelten Kontrollgruppe.
  2. Züchtung von Herzklappen und Luftröhren
    Mittlerweile ist es möglich gewissen Zelltypen im Labor heranzuzüchten. Gefäße wie Luftröhren und Herzklappen aus körpereigenen Zellen, kommen bereits als Bioimplantate zum Einsatz.
  3. Haut-, Knochen- und Knorpelersatz
    Die Gewebeherstellung ist ein wichtiger Teil der regenerativen Medizin. Bei Hauttransplantationen, in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie wurden in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Beispielsweise ist es möglich künstliche Haut aus autologen Stammzellen im Labor zu züchten und Verbrennungsopfern zu transplantieren.
  4. Neuroblastom, Retinoblastom
    Bei beiden Krebserkrankungen wird bereits standardmäßig nach einer Hochdosischemotherapie eine Stammzelltransplantation durchgeführt. Um den Körper des Patienten dabei nicht durch die Abstoßungsreaktion auf körperfremde Zellen zu schwächen, werden dabei autologe (körpereigene) Stammzellen bevorzugt.
  5. Behandlung von Leukämien
    Um nach einer Hochdosischemotherapie das blutbildende System wieder aufzubauen, werden bei der Therapie von Leukämien Stammzellen transplantiert. Abweichend zu anderen Krebstherapien werden dabei körperfremde Stammzellen bevorzugt, da in diesem Ausnahmefall die Abstoßungsreaktion auf die allogenen Zellen als positiver Nebeneffekt genutzt werden kann. Bevorzugt werden dabei die Stammzellen von Geschwisterkindern, die mit 25 % Wahrscheinlichkeit als Spender in Frage kommen.
  6. Erworbene aplastische Anämie, Sichelzellenanämie, Thalassämie (Eine Störung der Blutbildung im Knochenmark führt zu einer Blutarmut)
    Um das blutbildende System bei Anämiepatienten zu erneuern, werden Ihnen Stammzellen transplantiert. Je nach Verlauf und Art der Erkrankung kommen dabei sowohl körpereigene als auch körperfremde Zellen zum Einsatz.

    Übrigens: Die allererste Stammzelltransplantation aus Nabelschnurblut wurde 1988 bei einem Anämiepatienten durchgeführt.

Fazit

Stammzellen aus dem Nabelschnurblut können heut zu Tage für Therapien von über 80 Krankheitsbildern genutzt werden und die Zahl der Behandlungen mit Nabelschnurblut nimmt jährlich zu. Große Hoffnung setzt man auch in laufende experimentelle und klinische Studien zu:

• Autoimmunerkrankungen                   • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ I)
• Alzheimer-Krankheit                           • Parkinson
• Multiple Sklerose                                • Schlaganfall
• Querschnittslähmung                         • Angeborene Herzfehler von Kindern
• Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)     • Autismus
• Hörverlust