Die Separation der Stammzellen von den restlichen Blutbestandteilen

Das Verfahren geht auf einen Stammzell-Pionier zurück

Professor Rubinstein gründete 1988 das erste Nabelschnurblutstammzell-Programm am New York Blood Center. Die nach ihm benannte Separation der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ist sehr aufwändig. Dennoch wird sie bis heute als weltweit anerkannter Standard von allen öffentlichen und den meisten privaten Stammzellbanken angewandt.

Auch die Stammzellbank in Erlangen geht hier keine Kompromisse ein, denn nach Meinung unserer Experten ist die Separation mit vielen Vorteilen für die Qualität des Stammzellpräparates Ihres Kindes verbunden:

  • es werden weniger potentiell schädliche Zusatzstoffe benötigt
  • nicht benötigte Zellen, die beim Einfrieren und Auftauen platzen können, werden entfernt
  • damit ist vor einem Einsatz kein mit Zellverlust verbundener Waschvorgang nötig
  • ein fertiges, später direkt einsatzfähiges Präparat wird eingefroren

Die zellschonende Separation - so läuft sie ab

  • Um die Stammzellen Ihres Kindes mit dem kleinstmöglichen Zeitverlust in Ihren Kälteschlaf zu schicken, beginnen die erfahrenen Experten am Universitätsklinikum direkt bei Ankunft des Nabelschnurblutes im Labor mit der Separation der Stammzellen.
  • Dabei wird das Blut zentrifugiert, um die Stammzellen von den restlichen Blutbestandteilen zu trennen.
  • Durch die Zentrifugation des Blutes bilden sich drei Phasen:
     1. das wässrige Plasma
     2. der stammzellhaltige "Buffy coat"
     3. die schweren, eisenhaltigen roten Blutzellen, die Erythrozyten
  • Das Plasma und der wertvolle "Buffy Coat" werden nach der Zentrifugation zur Weiterverwendung entnommen.
  • Potentiell schädliche rote und weiße Blutzellen werden verworfen.

Darum ist die Separation so wichtig

  • Durch die Separation kann das Volumen des Stammzell-Präparates erheblich reduziert werden. Dadurch wird die beim Einfriervorgang zur Verhinderung von Eiskristallen benötigte Menge an Gefrierschutzmittel (DMSO = Dimethylsulfoxid) minimiert. Je weniger Kryoprotektor den Stammzellen zugesetzt werden muss, desto besser ist es für die Zellen und umso verträglicher ist das Präparat im Anwendungsfall.
  • Beim Einfrieren eines nicht separierten Präparates können die im Blut vorhandenen weißen Blutkörperchen (Granulozyten), beim Auftauen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) platzen. Der Zellinhalt der Granulozyten kann zur Verklumpung der wertvollen Stammzellen führen, der Blutfarbstoff (Hämoglobin) der Erythrozyten ist in größeren Mengen nierenschädlich.
  • Damit kann nach dem Auftauen ein nachträglicher Waschvorgang notwendig werden, bei dem wertvolle Stammzellen verloren gehen können.
  • Mit Hilfe der Separation wird das Nabelschnurblut Ihres Kindes bereits beim Einfrieren so aufbereitet, dass die auf Ihrem Zertifikat angegebene Zellzahl sofort eingesetzt werden kann.

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